Bildgewaltiger Auftakt von „Ancient Pictures“ im Tauchaer Schloss

Beim erstBei Ancient Pictures im Schloss Tauchaen Abend der Veranstaltungsreihe von „Ancient Pictures“ am Freitag, dem 11.9.2020, gings gleich hoch her mit dem Film „Als wir träumten“ von Regisseur Andreas Dresen nach dem gleichnamigen Roman des Leipziger Autoren Clemens Meyer. Der Film zeigt auf mehreren Zeitebenen die Jugend von fünf Jugendlichen in Leipzig mit einem Schwerpunkt auf den frühen 1990er Jahren nach der Wende – mit sehr beeindruckender Musik und bildgewaltigen Szenen. Etwa 30 Filmschauende, die sich zuvor mit frisch zubereiteten Popcorn versorgen konnten, ließen sich in den Bann der Handlung ziehen.
Vor Beginn des Films führte ein Mitarbeiter des Landesfilmdiensts e.V. (https://www.landesfilmdienst-sachsen.de/) in die Zeit der Handlung ein, die von vielen Umbrüchen, Unsicherheiten und auch Gewalt geprägt war. Dabei erläuterte er, dass einige Handlungsorte auch heute noch bestehen und zwei der Hauptcharaktere realen Personen nachempfunden sind.
Nach einem durchaus nötigen Durchatmen nach dem Film und einem Austausch zu den persönlichen Eindrücken gab es an der Feuerschale im Schlosshof dann die Gelegenheit, den Film nochmal Revue passieren zu lassen.
An dieser Stelle einen großen Dank nochmal an alle Mitwirkenden, insbesondere den Aktiven des Schlossvereins.
Nächster Termin der Veranstaltungsreihe ist Freitag, der 9.Oktober 2020. Wir freuen uns auf alle Interessierten!
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SAfT ist jetzt ein gemeinnütziger Verein!

SAfT e.V. – Solidarische Alternativen für Taucha – so heißt seit Januar ein neuer gemeinnütziger Verein, der die Taucher Vereinslandschaft und vor allem das gesellschaftliche Leben in der Stadt bereichern will.
Wir waren bereits als Initiative seit Frühjahr 2019 mit verschiedenen Veranstaltungen präsent u.a.:
– dem „Aktionstag für ein Solidarisches Taucha“ 2019 mit Hüpfburg, Musik und Infoständen auf dem Tauchaer Marktplatz,
– einer Diskussionsrunde zum Thema Jugendarbeit mit Aktiven vom „Dorf der Jugend“ aus Grimma in der Kulturscheune des Schlosses Taucha,
– einer Film- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Rechtsrock mit Peter Ohlendorf im Diakonat Taucha,
– einer Veranstaltung am 27.01.2020 im Bürgerhaus Taucha in Gedenken an Ruth Elias, die als KZ-Häftling in einem Zwangsarbeitslager in Taucha die Befreiuung erlebte.

Bei allen Veranstaltungen kooperierten wir mit verschiedenen Akteur*innen aus Taucha und darüber hinaus, u.a. mit dem Heimatverein Taucha e.V., dem Tauchaer Jugendclub, dem Jugendparlament Taucha, der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig, der Bürgerinitiative Kleinzschocher wird bunt, dem Kulturbüro Sachsen e.V. und anderen.
Wir haben uns auf zahlreichen Vernetzungstreffen mit anderen Initiativen aus Sachsen ausgetauscht und auch in Taucha gab es kürzlich einen ersten Austausch mit mehreren erst neu entstandenen Gruppen.

Wir bedanken uns bei allen Unterstützer*innen und Kooperationspartner*innen und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Auch für die zweite Jahreshälfte 2020 haben wir noch einiges vor:
Wir werden uns weiterhin für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft einsetzen, mit politischer Bildungsarbeit und Kunst- und Kulturangeboten.
Perspektivisch wollen wir einen festen Ort der demokratischen Zivilgesellschaft in Taucha etablieren, wo all diese und mehr Ideen Platz finden und den wir gemeinsam mit anderen gestalten.

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Wir haben jetzt einen Briefkasten!

SAfT e.V.
Graßdorfer Str. 13
04425 Taucha

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Bericht zur Kundgebung am 06.03.2020 in Taucha

Am 06.03.2020 lud der örtliche AfD-Stadtrat Klaus Hofmann zu einer öffentlichen Veranstaltung in die Grundschule am Park in Taucha ein.

Die Veranstaltung wollten wir nicht unkommentiert lassen und mobilisierten zu einer unter dem Motto „Rechte Hetze ist keine Alternative“ von Luise Neuhaus-Wartenberg (MdL DIE LINKE und Vorsitzende des Ortsverbandes Taucha) angemeldeten Kundgebung direkt vor dem Veranstaltungsort. Ziel war es, einen Anlaufpunkt im öffentlichen Raum zu bieten, an dem Menschen klar Haltung gegen die AfD beziehen können, sowie Besucher*innen und Veranstalter*innen mit direktem Widerspruch zu konfrontieren. Wir wollten Aufmerksamkeit binden und außerdem sollte Öffentlichkeit für andere politische Perspektiven geschaffen werden.

Für die Kundgebung mobilisierten wir vor allem in digitalen sozialen Netzwerken. Einen Aufruf zur Kundgebung veröffentlichten wir auf unserer Homepage saft.noblogs.org. Die Berichterstattung von Taucha Kompakt und LVZ stellte auch eine lokale Medienöffentlichkeit her. Des weiteren verschickten wir am 04.03.2020 eine Pressemitteilung, in deren Folge ein Beitrag beim MDR gesendet wurde. Wie zu erwarten war, ging es in den Berichten häufig um vermeintlich zu erwartende Eskalations- und Gewaltszenarien. Inhaltlich setzte sich vor allem Taucha Kompakt mit der Veranstaltung auseinander. Dort wurden sowohl Details zu den angekündigten Redner*innen zusammengetragen, als auch in einem späteren Beitrag Tauchaer Stadträt*innen nach ihrer Meinung bzgl. der AfD-Veranstaltung und des angekündigten Protestes befragt.

Der Aufbau und die Durchführung der Kundgebung funktionierte nahezu reibungslos.

Lediglich ein kurzer Disput mit den Vertreter*innen der Versammlungsbehörde vom Landkreis Nordsachsen sorgte kurz für Irritation.

Die Auflagen für die Kundgebung waren teilweise skandalös. Ein eher harmloses Beispiel:

Der Lautsprecherwagen sollte am nördlichen Rand des Versammlungsgeländes stehen und die Beschallungsanlage sollte ebenfalls nach Norden ausgerichtet werden. Mit Lautstärke sollten wir ausgleichen, dass die Lautsprecher dann in die Richtung gezeigt haben, in der eben nicht unsere Versammlungsteilnehmer*innen standen!!! Begründet wurde das mit Wohnbebauung am Kundgebungsort und der Gefahr, dass wir versuchen könnten, mittels Lautstärke die AfD-Veranstaltung zu stören. Wir setzten das zunächst halbherzig um und drehten dann im Verlauf der Kundgebung die Anlage, auch weil wir Probleme mit Rückkopplung hatten. 😉

Mit zwischenzeitlich 200 Kundgebungsteilnehmer*innen (da sind wir uns mit der Versammlungsbehörde einig https://www.polizei.sachsen.de/de/MI_2020_71199.htm) hatten wir trotz des schlechten Wetters, herbei phantasierter Gewaltszenarien, großräumiger Absperrungen und omnipräsenten Polizeiaufgebotes unsere angestrebte Teilnehmer*innenzahl erreicht. Wir freuen uns, dass so viele Menschen aus Taucha an der Kundgebung teilgenommen haben und auch über die Unterstützung aus Leipzig. Vereinzelte Sprechchöre, mitgebrachte Transparente, zahlreiche Redebeiträge und Live-Musik von Tuba Libre aus Weimar ließen die Kundgebung zu einer lebhaften Angelegenheit werden.

Bereits im Vorfeld der Kundgebung wurden auch an dem Zaun der Mehrzweckhalle gegenüber der Grundschule weitere Transparente und Plakate angebracht, welche Kritik an der AfD verdeutlichen, aber auch eigene Inhalte kommunizieren sollten.

Eine künstlerische Intervention mit symbolischen Grabsteinen, auf denen bspw. „Offenheit“ oder „Freiheit“ beerdigt wurde und als Leichen stilisierte Strohpuppen, sorgte ebenfalls für Aufmerksamkeit und sollten verdeutlichen, welche (demokratischen) Werte durch die AfD in Gefahr sind.

Wir waren ganz besonders erfreut, dass so viele Initiativen unserer Einladung in Taucha einen Redebeitrag zu halten, gefolgt sind.

Die Vorstellung von unserer Initiative SAfT e.V. und ein Grußwort von Colorido e.V. Grußwort_ColoridoeV_Taucha_06032020 wurde spontan von zwei jungen Unterstützer*innen vorgetragen. Der Colorido e.V. weihte am gleichen Tag seine neuen Ladenflächen in Plauen ein und übermittelte uns solidarische Grüße. https://colorido.de/

Der nächste Redebeitrag Seebrücke_LE_Taucha06032020 handelte von der aktuellen Situation von Geflüchteten an den europäischen Außengrenzen und stammte von der Initiative Seebrücke Leipzig https://de-de.facebook.com/seebrueckeleipzig/.

Fridays for Future – Leipzig betonte die Wichtigkeit von der Verbindung vom Kampf für Klimagerechtigkeit und antifaschistischer Politik https://www.facebook.com/FridaysForFuture.Leipzig/.

Die Initiative Rassismus Tötet! – Leipzig, welche 2015 bereits mit einer Demonstration in Taucha die tödlichen Folgen neonazistischer Gewalt thematisierte, hielt ebenfalls einen Redebeitrag RassismusTötet_LE_Taucha06032020 https://www.rassismus-toetet-leipzig.org/

Das Dokumentationsprojekt Chronik.LE berichtete über rechte Strukturen in Taucha und die Vorfälle, welche 2020 bereits dokumentiert wurden. Der Redebeitrag ist auf der Homepage der Initiative nachlesbar: https://www.chronikle.org/inhalt/redebeitrag-kundgebung-rechte-hetze-keine-alternative

In einem weiteren Beitrag FemStreik_LE_Taucha06032020 wurde für die Teilnahme am Feministischen Kampftag anlässlich des internationalen Frauentages in Leipzig geworben. https://www.facebook.com/femstreikle/

Zum Abschluss erörterte ein engagierter Lehrer aus Leipzig, warum sich Lehrer*innen nicht von der AfD davon abhalten lassen sollten, sich im Rahmen ihrer Tätigkeit offensiv für Toleranz, Vielfalt und Offenheit einzusetzen. Empfehlenswert ist zu dem Thema bspw. das Kapitel „Zwischen Neutralität und Demokratiefeindlichkeit: die AfD und Schule“ aus der Broschüre „Demokratie in Gefahr“ von der Amadeu-Antonio-Stiftung https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wp-content/uploads/2020/01/Demokratie_in_Gefahr_web.pdf (Seite 59 -65).

Für das Grußwort vom Netzwerk Polylux e.V., welches uns und andere Initiativen, die sich vor allem jenseits der Großstädte für eine solidarische Gesellschaft engagieren, blieb leider keine Zeit. Deren Beitrag könnt ihr hier nachlesen Grußworte_Polylux_Taucha06032020 https://www.polylux.network/ 

Nach dem letzten Redebeitrag wurde die Kundgebung offiziell beendet und bis 21.00 Uhr abgebaut. Wir bedanken uns nochmals bei allen Teilnehmer*innen, beim Roten Stern Leipzig e.V. für den Transporter und beim INTERIM für die Lautsprecheranlage.

Der befürchtete heiße Freitagabend in Taucha ging am Ende zur Erleichterung aller friedlich und ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne.

Die LVZ veröffentlichte noch am gleichen Abend einen Artikel in dem es hieß „Der befürchtete heiße Freitagabend in Taucha ging am Ende zur Erleichterung aller friedlich und ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne.“ Immerhin ging es auch kurz um die Inhalte, die sowohl im Jugendclub, als auch auf der Kundgebung thematisiert wurden. Wir kritisieren allerdings die inhaltliche Berichterstattung des LVZ-Artikels zur AfD-Veranstaltung, die deren Inhalte und die mangelhaften Diskussionskultur nicht erwähnte. Auch die Bebilderung des Artikels hätte, wie auch schon in der Vergangenheit bei Taucha Kompakt, anders gewählt werden können. Auf den ersten Blick wirkten die Medien-Beiträge auch in den sozialen Netzwerken teilweise wie Werbeanzeigen für die AfD-Veranstaltung. Außerdem kritisieren wir die Bezeichnung der Menschen, die uns aus Leipzig unterstützt haben, als angeblich Zugehörige der Autonomen Szene aus Leipzig die dann „abrückten“. Hier wurde das im Vorfeld herbeigeschriebene Gewaltszenario bedient. Dass der Gebrauch des Demonstrationsrechtes gegen reaktionäre Positionen in Taucha, wie häufig im eher kleinstädtischen Kontext, von einigen sofort als Störung und nicht als legitimes Mittel des „demokratischen Beteiligungsprozesses“ gedeutet wurde, kritisierte auch der Taucher Bürgermeister Tobias Meier in seinem Rückblick auf das Veranstaltungsgeschehen am 06.03.2020 in der Stadt. https://www.instagram.com/p/B9aUNM_How_/

Leider reichten bei uns die Kapazitäten nicht für eine zeitnahe resümierende Pressemitteilung. Trotzdem wollen wir durch diesen Bericht und einem weiteren zur ebenfalls gelungenen Veranstaltung unter dem Motto „Für eine vielfältige und bunte Stadt“ im Jugendclub Taucha am gleichen Tag, der hoffentlich in Kürze folgt, unsere Perspektive ausformulieren. Außerdem wird es auch noch eine kleine Einschätzung zur Veranstaltung der AfD geben.

SAfT e.V. – Solidarische Alternativen für Taucha

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06.03. Rechte Hetze ist keine Alternative! – Kundgebung in Taucha

Kundgebung ab 18.3oUhr vor der Grundschule am Park in Taucha; An der Parthe / Gartenstraße

Kundgebung als VA auf facebook: https://www.facebook.com/events/900482413714452/

Anreise mit „Leipzig Nimmt Platz“ und anderen: https://www.facebook.com/events/127443812037982/

Kurzaufruf

Am Freitag, 6. März 2020, plant die AfD eine Veranstaltung in der Grundschule am Park in Taucha. Die Veranstaltungsankündigung veröffentlichte die AfD-Nordsachsen am 14.01.2020 auf ihrer facebook-Seite. Sprechen soll dort u.a. der Ko-Parteivorsitzende und Bundessprecher der AfD Tino Chrupalla. Der Bundestagsabgeordnete aus Ostsachsen gilt als gut vernetzt mit dem völkischen Flügel um Björn „Bernd“ Höcke der AfD.Chrupalla war bei PEGIDA, ist bereits selbst durch mangelnde Abgrenzung zum historischen Nationalsozialismus aufgefallen und wollte u.a. schwarze Listen mit kritischen Journalist*innen in Auftrag geben.

Die AfD ist eine reaktionäre Partei. Mit einem Gesellschaftsbild von vorgestern, will sie den Herausforderungen von Morgen begegnen. Mögen die häufig menschenverachtenden, herabwürdigenden und beleidigenden Äußerungen von der Meinungsfreiheit gedeckt sein, dass Recht auf Widerspruchsfreiheit haben die Politiker*innen und Anhänger*innen der AfD nicht. Es gilt das liberale und demokratische Gemeinwesen von uns allen mit Leben zu erfüllen, zu gestalten und vor den Angriffen aus dem Umfeld der AfD zu schützen. Um so wichtiger ist es nicht zuzulassen, dass die nationalistischen und rassistischen Forderungen der AfD unwidersprochen bleiben.

Wir fordern alle dazu auf gemeinsam für Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz einzutreten.

Aktuelle Presseschau

Taucha Kompakt vom 25.02.2020

https://www.taucha-kompakt.de/2020/afd-stadtrat-laedt-zu-veranstaltung-in-die-grundschule-am-park-gegenaktionen-geplant/

Taucha Kompakt vom 02.03.2020

https://www.taucha-kompakt.de/2020/afd-veranstaltung-am-freitag-linke-kuendigt-gegenkundgebung-an/

LVZ vom 03.03.2020 (Paywall)

https://www.lvz.de/Region/Taucha/AfD-Bundespolitiker-in-Taucha-Linke-kuendigen-Gegendemos-an

MDR vom 05.03.2020

https://www.mdr.de/sachsen/leipzig/leipzig-leipzig-land/taucha-afd-veranstaltung-protest-100.html

 

PS Hier gibt es ein paar gut aufbereitete Informationen, warum man eine Veranstaltung der AfD nicht unkommentiert lassen sollte: https://www.aufstehen-gegen-rassismus.de/

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06.03. Taucha im Jubiläumsjahr – für eine bunte und vielfältige Stadt!

Freitag, dem 06.03. 2020
17:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Jugendclub Taucha

Neben Auftritten verschiedener Musikgruppen wird es Informationsstände aller beteiligten Initiativen und viel Raum für Gespräche und Austausch geben. 

Gemeinschaftlich sorgen wir für das leibliche Wohl: Wir stellen den Grill sowie Snacks und Getränke gegen Spende bereit. Wer möchte, darf gern noch etwas für Grill oder Buffet mitbringen.
Alle Interessierten und Neugierigen sind herzlich eingeladen und insbesondere auch die Gäste des Weltgebetstages der Frauen im Anschluss an den Gottesdienst! 
Lasst uns gemeinsam ein Zeichen für ein weltoffenes und demokratisches Miteinander setzen!

Jugendclub Taucha

Jugendparlament Taucha

Gemüsekooperative Rote Beete eG

SAfT e.V. Solidarische Alternativen für Taucha

Solidarische Landwirtschaft Ackerilla

Terebinthia e.V. Jesewitz /Pehritzsch

Werkstatt für nachhaltiges Leben und Arbeiten e.V.

Zeit-Tausch-Börse Taucha

Wer sich gern an der Veranstaltung beteiligen möchte mit Infostand oder Musik, meldet sich bitte
unter s-a-f-t@riseup.net.
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Unser Rückblick auf die VA vom 30.01.

https://www.l-iz.de/melder/wortmelder/2020/02/Grosses-Interesse-an-Praesentation-vom-Runden-Tisch-Taucha-314888

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27.01.2020 Ruth Elias – Bericht einer Holocaust-Überlebenden

Filmvorführung und Informationsveranstaltung im Rahmen des Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Beginn: 16.30Uhr, Filmstart: 17.00Uhr Bürgerhaus im Schloss Taucha, Haugwitzwinkel 1, 04425 Taucha

Auch in Taucha wird am 27.01., dem Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945, an die Opfer des Nationalsozialistischen Terrors gedacht. Nach der Gedenkveranstaltung am Kleinen Schöppenteich wollen wir Sie recht herzlich in das Bürgerhaus im Schloss Taucha einladen. Dort werden wir einen Ausschnitt aus dem Film „Vier Schwestern“ von Claude Lanzmann zeigen. In dem ca. 1,5h langen Kapitel „Der hippokratische Eid“ berichtet die Jüdin Ruth Elias eindrücklich von ihrem „Leben“ in Auschwitz. 1944 wurde sie schließlich in das Außenlager des KZ-Buchenwald hier in Taucha transportiert. Mehr als 1000 KZ-Häflinge wurden in der Rüstungsproduktion für die HASAG zur Arbeit gezwungen. Nach dem Film werden einzelne Passagen aus ihrer Autobiografie ihre Zeit im Barackenlager in der heutigen Mathias-Erzberger-Straße näher beleuchten. Wir wollen mit dem Film das Gedenken und Erinnern an die Opfer des Holocaust konkret machen, ihnen ein Gesicht geben. Außerdem möchten wir mit den Gästen darüber ins Gespräch kommen, wie eine aktive Gedenk- und Erinnerungskultur in Taucha aussehen könnte.

SAfT – Solidarische Alternativen für Tauch

In Kooperation mit:

Heimatverein Taucha e.V

Gedenkstätte für Zwangsarbeit in Leipzig

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oderbereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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28.10.2019 Filmvorführung und Diskussion zu Rechtsrock in Taucha

Rechtsrock. Einstiegsdroge und Bindemittel.

Rund 15 Jahre hat Thomas Kuban in der Neonaziszene recherchiert. Knapp neun Jahre davon hat er mit versteckter Kamera gearbeitet und dabei erschreckende Eindrücke gesammelt, die viel zu lange kaum beachtet worden sind. Veraltet sind die Aufnahmen bis heute nicht. Ganz im Gegenteil, der Film ist hochaktuell.

Hochbrisant und einzigartig ist das Material, das er unter extremen persönlichen Risiko mit versteckter Kamera zusammengetragen hat. Es dokumentiert hautnah, wie Jugendliche mit Rechtsrock geködert und radikalisiert werden.

Gemeinsam mit dem Filmemacher Peter Ohlendorf reist er noch einmal zurück an Orte, an denen er undercover gedreht hat. Im Fokus steht dabei die Frage, die er auch auf der politischen Ebene zu klären versucht: Wie ist es möglich, dass auf der rechtsextremen Partymeile über alle Grenzen hinweg gefeiert werden kann?

Bis heute ist der Film nicht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen gewesen, sondern nur bei Veranstaltungen von FilmFaktum in Kooperation mit Initiativen und Organisationen aus Zivilgesellschaft, Politik, Gewerkschaften, Kirche und Sport. Rund 1800 Vorführungen mit etwa 200.000 Teilnehmern mit anschließender Diskussion konnten bislang realisiert werden, viele davon an Schulen. Auch acht Jahre nach der Premiere hat der Film nichts an seiner Aktualität eingebüßt.

Angehörige und Sympathisantinnen von faschistischen, rassistischen und antisemitischen Organisationen haben auf unserer Veranstaltung nichts zu suchen. Die Veranstalterinnen behalten sich vor solche Personen von der Veranstaltung auszuschließen.

Die Veranstaltung wird durch die Rosa-Luxemburg Stiftung Sachsen unterstützt.

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Kleiner Bericht zur Veranstaltung mit dem „Dorf der Jugend“ in Taucha

Dorf der Jugend zu Gast in Taucha: Offene Kinder- und Jugendarbeit, Freiräume und die Wichtigkeit von Utopien
Etwa 40 große und kleine Gäste fanden am Dienstagnachmittag ihren Weg ins Tauchaer Schloss, um mit Siebdruck Kleider zu bedrucken, Anstecker zu basteln, sich am Infotisch zu informieren und sich bei einem sehr leckeren Buffet auszutauschen. Eingeladen hatte die Initiative „Solidarische Alternativen für Taucha (SAfT)“  das Jugendprojekt Dorf der Jugend aus Grimma.
Kurz nach halb sieben startete die Podiumsdiskussion zu menschenrechtsorientierter Jugendarbeit in Kleinstädten in der Kulturscheune des Schlosses Taucha. Zu Beginn erläuterten die Gastgeber von SAfT sehr persönlich und eindrücklich, warum sie die Initiative Ende 2018 starteten. Neben den rechten Schmierereien im Stadtbild war das die latente Gewaltbedrohung und eigene Gewalterfahrung an bestimmten Orten in Taucha. Eine Motivation war auch, einen Ort in Taucha zu schaffen, der insbesondere dem rechten Klima etwas entgegensetzt und Alternativen ermöglicht.
Sarah und Tobias aus Grimma erzählten dann vom Dorf der Jugend. Um 2012 begann die Entwicklung des Projekts, das als ein Ort der „Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ einen Freiraum bieten sollte, der verschiedene Jugendszenen – von Skater_innen, Biker*innn, Sprayer_innen bis zu Basketballer*innen – einen gemeinsamen Platz bieten sollte. Heute ist das ein Ort auf dem ehemaligen Fabrikgelände der Grimmaischen Spitzenfabrik mit einem Cafe, einer Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt, einem Skate-Parcours und Basketballkorb, Garten und Hühnern. Ein großer Veranstaltungsraum ist im Entstehen. Alle zwei Wochen ist Plenum, in der Entscheidungen von den Jugendlichen gemeinsam und im Konsens entschieden werden. Das Alter der jüngsten Nutzenden reicht aktuell von 3 bis 15, die Jugendlichen, die aktiv die Selbstverwaltung des Projekts stemmen, sind zwischen 15 und 23 Jahre alt.
In der sehr anregenden Nachfrage- und Diskussionsrunde ging es um vielfältige, aber miteinander verknüpfte Themen: die Motivation für das Projekt aus einer Beobachtung der Abwanderung der Älteren und der damit schwindenden Grimmaischen Jugendkultur-Szene; um die Wichtigkeit von selbst gestaltbaren Freiräumen für Jugendliche; um die Bedeutung von Utopien, das Nicht-in-Schranken-Denken, um Vision und Fantasie; um die Erfahrungen mit der Stadtverwaltung, bei der alle Beteiligten dazulernen; um die Fokussierung von Jugendsozialarbeit auf Prozesse und Entwicklungen, nicht auf Ergebnisse; um die Problematik der akzeptierenden Sozialarbeit der 90er und den schmalen Grat, den viele Jugendsozialarbeiter_innen beschreiten müssen; etc.  Alles Themen, die auch in Taucha eine Rolle spielen und stärker spielen können. 
Vielen Dank an das Siebdruck-Kollektiv monochrome aus Leipzig für die Unterstützung, den Tauchaer Schlossverein für die Räumlichkeiten, die Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen für die finanzielle Unterstützung und alle weiteren Mitwirkenden!
SAfT – Solidarische Alternativen für Taucha
03.07.2019
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