WerWieWas – SAfT?

SAfT? Was soll das denn jetzt bitte?

SAfT ist eine Initiative von Menschen, die in Taucha wohnen, arbeiten oder aus anderen Gründen dort viel unterwegs sind.

Einige von uns waren und sind hier bereits von rechter Gewalt in Form von Einschüchterungsversuchen, Bedrohungen und Übergriffen betroffen.

Uns alle stört und besorgt die steigende Zahl menschenverachtender, den Nationalsozialismus verherrlichender Sprühereien und Aufkleber im Stadtbild Tauchas, die vermehrten Pöbeleien und Gewaltandrohungen um die Endhaltestelle An der Bürgerruhe, im Park, am Schöppenteich und vor dem Kaufland in der Portitzer Straße.

Die Vorstellung, in einer Stadt zu leben, in der wir aufgrund unseres Aussehens, unserer politischen Einstellung, unserer Sexualität, Herkunft oder was auch immer mittlerweile um unsere körperliche Unversehrtheit und die unserer Kinder bangen müssen, ist unerträglich.

Wegsehen oder Wegziehen sind keine Optionen.

SAfT will: Aktivieren, Informieren, Sensibilisieren

– über rechte Symboliken und Argumentationsstrategien informieren
– für die Perspektive von Betroffenen sensibilisieren
– zur Aktivierung der Tauchaer Zivilgesellschaft beitragen

Dazu wollen wir zum einen eine Dokumentation von Ereignissen in Taucha zugänglich machen, zum anderen suchen wir Unterstützung bei Initiativen und Akteur_innen, die sich mit dem Thema bereits intensiv auseinandersetzen und tauschen uns über mögliche Handlungsstrategien aus. Von rechter Gewalt Betroffenen hören wir zu und stehen Ihnen solidarisch zur Seite.

Beziehungen knüpfen, netzwerken, ansprechbar werden

Wir wollen denen einen Anlauf- und Treffpunkt zur Vernetzung bieten, die sich durch die neonazistischen Agressionen in Taucha bedroht fühlen, sowie den Austausch zwischen bereits engagierten und interessierten Menschen in Taucha und Umgebung anstoßen und fördern.

Dabei stehen wir in Kontakt zum KulturBüro Sachsen, chronik LE, Initiativen der Region mit vergleichbaren Problemen und dem RAA Sachsen, einer Opferberatung für Betroffene rassistischer und rechtsmotivierter Gewalt. Zudem diskutieren wir regelmäßig mit verschiedenen Institutionen und Akteur*innen aus Taucha aktuelle Entwicklungen und das weitere Vorgehen.

Präsenz zeigen und Visionen entwickeln

Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen, dass wir die zunehmende Verrohung von Sprache und Gesellschaft nicht dulden wollen. Dafür nehmen wir uns den öffentlichen Raum, um mit allen Interessierten darüber ins Gespräch zu kommen, was wir selbst für ein solidarisches und vielfältiges Miteinander in Taucha tun können.

SAfT sucht Solidarische Alternativen für Taucha.

Für eine l(i)ebenswerte Stadt.